Vielen Nichtbehinderten fehlt die Erfahrung im Umgang mit Menschen,
die eine Behinderung haben. Das Projekt "Behinderte helfen Nichtbehinderten"
soll Verständnis und Handlungskompetenz Nichtbehinderten gegenüber
Behinderten bilden und stärken. Nichtbehinderten soll die Begegnung und
der Kontakt mit behinderten Mitmenschen erleichtert werden.
Im Unterschied zu vielen anderen Integrationsprojekten, bei denen in aller Regel
Nichtbehinderte als Initiatoren tätig werden, wird das Projekt "Behinderte
helfen Nichtbehinderten" durch die Betroffenen selbst getragen und geprägt.
Durch Unterrichtsbesuche von Behinderten (als Referenten), die durch ihre
beeindruckenden sportlichen oder kulturellen Leistungen als selbstbewußte
und empanzipierte Persönlichkeiten aufgetreten sind, an Regelschulen
sollen Wege und Möglichkeiten zu einem unbefangenen und konstruktiven
Miteinander angebahnt werden.
Folgende Zielsetzungen leiten sich daraus ab:
- Abbau von Berührungsängsten
- Positive Veränderung des Bewußtseins gegenüber Behinderten
- Stärkung der Handlungskompetenz Nichtbehinderter gegenüber
Behinderten
- Veränderung des sozialen Verhaltens und der Verständnisbereitschaft
gegenüber Menschen in anderen Lebensverhältnissen bzw. Voraussetzungen
- Relativierung des Leistungsbegriffes.
Die Referenten sollen pro Schulbesuchseinheit, ein festgelegtes Honorar
(finanziert durch Sponsoren) erhalten, wodurch sie für ihren
Leistungssport oder kulturelle Aktivitäten finanzielle Förderung erhalten.
Die Steigerung des Bekanntheitsgrades der Behinderten durch die Schulbesuche ist in ihrem
regionalen Umfeld zu erwarten und erwünscht.
Alle Ziele des Projektes zusammengefaßt lassen einen Synergismus entstehen,
dessen Wirkung in allen Abschnitten des Projekts deutlich wird.